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DIGI.REPORT

Digitaler Arbeitsplatz / Best Practice
Kaufland: Komplexität durch Konkurrenz

Einfachheit gilt für Digitale Transformationen als Erfolgsrezept. Welche Erfahrungen Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Büroarbeitsplätze machen, war in bunter Mischung auf dem IOM Summit in Bonn am 19. September 2018 zu hören.

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Die Ziele waren hoch gesteckt. Das Portal sollte ein Dach für alle Kommunikations-Werkzeuge bieten: für das Wissensmanagement, für Landingpages oder für Hilfethemen. Zudem sollte es den Fachbereichen als Kollaborationsplattform dienen. Die Herausforderung aber fing bereits bei der technischen Basis an: Drei verschiedene Systeme (Microsoft Sharepoint, IBM Connect und Aris) so zu harmonisieren, dass sie die Erwartungen erfüllen, erwies sich als Fass ohne Boden.

Ein wesentlicher Grund: Die Konkurrenz zwischen Microsoft und IBM schlägt sich auch in den technischen Inkompatibilitäten nieder. Die Folge: Auf die Führungsrolle eines Microsoft-Systems reagieren IBM-Lösungen gerne mit Schnittstellen-Problemen – und umgekehrt. Die notwendigen Anpassungen aber führen dazu, dass zum Beispiel Standard-Elemente einer Oberfläche verloren gehen. So manche Anwendung wird auf dieses Grundlage kaputt repariert.

In Zukunft alles aus einem Guss

Diese Erfahrung mussten auch die Verantwortlichen bei Kaufland machen. Während die Nutzungsquote in Deutschland zwei Jahre nach der Einführung akzeptabel war, hinkte sie in anderen europäischen Ländern den Erwartungen weit hinterher. Man habe die Nutzer überfordert, zog Gehring das Fazit. Vielen hätten zielführende „Leitplanken“ gefehlt.

Klar ist inzwischen, wie es weitergeht. Zum 1. September 2018 hat die Unternehmensgruppe den Umstieg auf Office 365 gestartet. Auf dieser Grundlage solle ein Arbeitsplatz entstehen, mit dem alles erledigt werden kann. So mancher wird dabei auf Liebgewonnene Routinen wohl verzichten: Eine 1:1 Migration ist laut Gehring nicht vorgesehen. Dafür kommt die neue Lösung aus einem Guss.

 


Veröffentlicht am 03.10.2018



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