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DocuWare / Management
Goodbye Gründer

Beim DMS-Spezialisten DocuWare legt die bisherige Doppelspitze zum Jahreswechsel all ihre Ämter nieder. Damit geht eine 30-jährige Ära zu Ende. Die Nachfolger treten in sehr große Fußstapfen.

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Beim DMS-Spezialisten DocuWare legt die bisherige Doppelspitze zum Jahreswechsel all ihre Ämter nieder. Damit geht eine 30-jährige Ära zu Ende. Die Nachfolger treten in sehr große Fußstapfen.
Jürgen Biffar (55) und Thomas Schneck (53) haben Geschichte geschrieben – nicht zuletzt in Germering bei München. Hier lernten sie sich einst kennen, von hier aus führten sie die 1988 gegründete DocuWare GmbH als Spezialisten für Dokumenten-Management-Systeme (DMS) zum Erfolg. In den letzten Jahren leiteten beide das Unternehmen von verschiedenen Kontinenten aus. Biffar, Vorstand mit Sitz in Deutschland, als Verantwortlicher für Produkte, Finanzen und Marketing, und Schneck, Vorstand mit Sitz in den USA, als Chef des Vertriebs.

Nun haben die beiden Gründer, die auch Gesellschafter sind, ihren Rückzug zum 1. Januar 2019 angekündigt. Persönlich teilten sie diese Entscheidung den rund 300 Mitarbeitern des Unternehmens mit. Beide legen zum Jahreswechsel alle Führungsämter nieder und fungieren danach im Beirat als strategische Berater für das neue Führungsteam.

Das neue Führungsteam ist in Germering bestens bekannt

Ihre Nachfolger sind in Germering bestens bekannt. Max Ertl (54) kam 2001 zu DocuWare und wird künftig Vertrieb und Marketing verantworten. Michael Berger (48) wechselte 2008 ins Unternehmen. Er wird künftig global für Produkte, Dienstleistungen und Finanzen zuständig sein.

„Die Sicherung des langfristigen Wachstums des Unternehmens steht im Mittelpunkt der heutigen Ankündigung“, sagt DocuWare-Gründer Jürgen Biffar. „DocuWare ist ein äußerst innovatives Unternehmen und ich habe volles Vertrauen, dass unsere Nachfolger das weltweite Wachstum weiter beschleunigen.“ Von 2001 bis 2017 steigerte die Firma den Umsatz um durchschnittlich rund 13 Prozent pro Jahr auf zuletzt 44 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 3,8 Prozent. Neben strategischen Investoren wie dem Münchener Softwarehaus Nemetschek AG und den beiden Alt-Vorständen ist mit Morgan Stanley auch ein Finanz-Investor an Bord, der, so heißt es in Firmenkreisen, seinen baldigen Ausstieg plant.

Hohe Investitionen in das Cloud-Geschäft werfen erste Früchte ab

Biffar und Schneck treten einen geordneten Rückzug an. Bei Konkurrenten wie Optimal Systems, D.velop oder Elo Digital Office, die sich mehrheitlich ebenfalls noch in den Händen der Inhaber befinden, sind entsprechende Pläne bislang nicht bekannt.

Gleichwohl treten Ertl und Berger in große Fußstapfen. DocuWare investierte beispielsweise früh in seine Cloud-Strategie. Von vielen Marktbegleitern einst beschmunzelt, fahren sie heute die ersten Früchte der millionenschweren Investitionen ein. Ertl und Berger müssen künftig dafür sorgen, dass das Unternehmen damit künftig gutes Geld verdient.

Ein Demo-Center für digitales Arbeiten und ein Denkmal für die eigene Lebensleistung

Vor allem Biffar werden die Mitarbeiter auch in Zukunft sehr häufig in Germering treffen. Der DocuWare-Gründer führt bei der Einrichtung der neuen Firmenzentrale, die 2020 eröffnet werden soll, die Regie. Das Gebäude soll ein Demo-Center für die digitale Arbeitswelt werden. Ein Denkmal für die Lebensleistung von Biffar und Schneck wird es sicherlich auch.


Veröffentlicht am 19.10.2018



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