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DIGI.REPORT

Compass Gruppe / Business Convention
Erfolg durch Wertschöpfung und Qualifikation

Mit der Rekordbeteiligung von rund 400 Teilnehmern ging am 4. Juni 2019 die siebte Business Convention der Compass Gruppe in Fulda zu Ende. Die Erfolgsrezepte der Verbundgruppe aus mittelständischen IT-Dienstleistern lautet: Den Umsatzanteil der eigenen Wertschöpfung hoch halten und das eigene Personal konsequent für neue Aufgaben qualifizieren.

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Zum siebten Mal trafen sich die Entscheidungsträger der operativen Mitgliedsunternehmen mit den Führungskräften der Lieferanten aus Druckmaschinen- und IT-Industrie sowie der Distribution, um neue Produkte, Lösungen und Konzepte zu präsentieren und über die IT-Themen der Zukunft zu sprechen. „Die Compass Business Convention ist für uns alle zwei Jahre die wichtigste Veranstaltung“, sagt Geschäftsführer Dirk Henniges. In diesem Jahr nahmen knapp 400 Teilnehmer und mehr als 20 Aussteller teil – so viel wie nie.

Geschäftsjahr 2018: "Wir sind zufrieden."

Am Rande der Veranstaltung präsentierte Henniges die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Während die Umsätze der Gruppe aus dem Zentraleinkauf gegenüber dem Vorjahr mit 214 Millionen Euro stagnierten, stieg der Außenumsatz der Mitglieder nach vorläufigen Zahlen um 5,6 Prozent auf rund 781 Millionen Euro an. Mehr als ein Drittel davon entfiel auf ein einziges Mitglied, die Datagroup SE. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Henniges. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet er mit Umsätzen von 230 Millionen Euro aus dem Zentraleinkauf. Aktuell entfallen davon rund zwei Drittel  auf den Einkauf von IT-Produkten, der Rest auf digitale Druckmaschinen und Zubehör.

Das Erfolgsrezept der Gruppe liege in der Ausrichtung auf die Kernzielgruppe Mittelstand, erläutert der Geschäftsführer. Der Mittelstand benötige für den Um-und Ausbau seiner Geschäftsmodelle die passende IT-Infrastruktur-, -Anwendungen und –Dienste. Dabei könnten die Compass-Mitglieder gezielt unterstützen. Auch regionale Rechenzentrumsleistungen würden vermehrt nachgefragt.

Strategie basiert auf dem Verkauf eigener Services

Diese Strategie, die vor allem auf dem Verkauf eigener Services basiert und nicht auf dem Verkauf von IT-Hardware und Software-Lizenzen, schlägt sich zahlenmäßig auch in den Bilanzen der Gruppe nieder. So wuchsen nicht nur die Umsätze aus dem Zentraleinkauf von Druckmaschinen, IT-Hardware und Software-Lizenzen seit 2006 um rund 60 Prozent an, sondern auch der Außenumsatz der Gruppe. Im Durschnitt halten die Mitglieder die eigene Wertschöpfung damit auf hohem Niveau.

Der zweite Erfolgsfaktor der Gruppe ist die konsequente Qualifizierung der Mitarbeiter. Bereits 2012 wurde eine Qualifizierungsoffensive auf den Weg gebracht. In einem mehrjährigen Prozess analysierten die Geschäftsführer der Mitglieder mit Unterstützung der Compass-Verantwortlichen ihre Geschäftsmodelle, spürten Markttrends auf und identifizierten zukunftsweisende Handlungsfelder. In einem anschließenden Prozess wurde unter dem Titel „Document Process Outsourcing (DPO)“ ein Ideal-Geschäftsmodell entwickelt, für das Qualitätsstandards pro Unternehmen und einzelne Rollen definiert wurden. Mit diesen Vorgaben wurde den Mitarbeitern gemäß ihren Rollen Methodenkompetenzen zu Themen wie dem strategischen Lösungsvertrieb, ITIL, PRINCE2, Scrum, Präsentation und Moderation vermittelt.

"DPO Prozessmanagement" als jüngste Zertifizierungsmaßnahme

Aktuell wird ein neuer Lernpfad für das „DPO Prozessmanagement“ umgesetzt. „Ein Ausbildungskonzept in dieser Größenordnung ist nur in einem Konzern oder einer Verbundgruppe möglich“, sagt Henniges. Die Unternehmen hätten dazu ein strenges Reglement vereinbart. Beispielsweise sei der Wechsel eines Mitarbeiters von einem Mitglied zum anderen in jedem Fall mit der Zahlung einer Ablösesumme verbunden. Mittlerweile seien 96 Prozent der Mitglieder mit einem der drei Zertifikate ausgezeichnet. „Wir wollen Benchmark bei der Personalentwicklung sein.“

Weniger zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer mit den Erfolgen im Geschäftsfeld eWLAN. Unter dieser Eigenmarke vermarktet die Gruppe gemanagte Services von professionellen Firmennetzwerken. Es gebe „tolle, große Kunden“ und auch die Zahl der Anwendungen, die auf diesem Angebot aufsetzen, wachse. Allerdings habe man es nicht geschafft, eWLAN bei allen Mitgliedern zu implementieren. „Der Weg ist der Richtige. Aber wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht.“


Veröffentlicht am 05.06.2019




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