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DIGI.REPORT

Gebrauchte Software / Blockchain-Technologie
Lückenlose Lieferkette

Lässt sich die Übertragung von Eigentumsrechten zweifelsfrei, digital und lückenlos dokumentieren? Experten wollen darauf mit Hilfe der Blockchain-Technologie einen Prozess definieren und diesen in eine DIN-Norm gießen.

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Weltweit geben Unternehmen rund 300 Milliarden Euro jährlich für Software aus. Trotzdem ist der Nachweis des Erwerbs der Software in Form eines Lizenzvertrages und die Übertragung der Eigentumsrechte der Softwarelizenzen noch nicht digitalisiert. Dies führt zu einer komplexen und aufwendigen Verwaltung von Software, was den Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen erschwert.

Lizenzmetriken unveränderbar zum entstandenen Zeitpunkt manipulationssicher festhalten

Ein Konsortium aus Wissenschaftlern und Unternehmern will daher gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN e.V.) einen standardisierten Prozess (DIN-SPEC) auf Basis von Blockchain-Technologie entwickeln. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie lässt sich die Übertragung von Eigentumsrechten zweifelsfrei, digital und lückenlos dokumentieren. So können relevante Transaktionszeitpunkte und andere Informationen wie Lizenzmetriken unveränderbar zum entstandenen Zeitpunkt manipulationssicher festgehalten werden.

„Die neue DIN-SPEC wird den Gebrauchtsoftware-Handel revolutionieren“, glaubt Rechtsanwalt Sören Reimers, Geschäftsführer des Software-Händlers ProLicense GmbH. „Dann wird es für alle Marktteilnehmer möglich sein, einfach und sicher nicht mehr benötigte Software zu handeln.“

DIN-SPEC baut auf neue Blockchain-Plattform

Die DIN-SPEC baut auf die Software Tupelo, eine grundlegend neue Blockchain-Plattform, die schneller als bisher möglich Informationen manipulationssicher speichern soll. Die Veröffentlichung der DIN-SPEC soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Vor einem Jahr hatte der Gebraucht-Software-Händler Soft & Cloud seinen Kunden die Möglichkeit eingeräumt, Transaktionen von Lizenzen aus zweiter Hand zusätzlich durch Blockchain-Technologie validieren zu lassen.


Veröffentlicht am 03.06.2019



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