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Digitale Transformation / HANDWERK DIGITAL
Rekordbesuch im dritten Jahr

80 Aussteller und rund 600 Besucher: Die Messe HANDWERK DIGITAL in Dortmund ist auch in diesem Jahr gewachsen. 

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3D-Scanner für die Orthopädietechnik, ein virtueller Schweißtrainer, Exoskelette, die Malern ein komfortableres Überkopfarbeiten ermöglichen, und ein Podcast, in dem es Tipps zum digitalen Wandel gibt: Vier Beispiele von vielen, die bei den rund 600 Besuchern der Messe HANDWERK DIGITAL 2019 am 3. Juli 2019 in Dortmund Interesse weckten. 80 Aussteller aus ganz Deutschland präsentierten ihre Leistungen und Produkte rund um Handwerk 4.0. So viele Teilnehmer zählte die Veranstaltung noch nie.

Breites Bündnis für die noch junge Digitalmesse

In Kooperation mit Handwerk.NRW, dem Kompetenzzentrum digitales Handwerk und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund veranstaltete die Handwerkskammer (HWK) Dortmund dieses bundesweit bislang einmalige Event zum dritten Mal. Parallel zur Ausstellung gab es neueste Programme und Services aus der IT-Branche fürs Handwerk zu sehen sowie praxisorientierte Workshops zu erleben.

„Im digitalen Wandel ist es notwendig, Berufsbilder zu überarbeiten, um die zukünftigen Gesellen und Meister mit dem nötigen Know-how auszustatten“, erklärte Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund zur Eröffnung. „Mit neuen technischen Möglichkeiten wird künftig auch das Lernen als solches ganz neu gedacht werden.“

„Klug umgesetzt wird die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken und neue Geschäftsmodelle entstehen lassen“, ergänzte Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. „Ich freue mich, dass HWK und IHK bei diesem wichtigen Zukunftsthema an einem Strang ziehen. HANDWERK DIGITAL hat sich als Impulsgeber für unsere Region etabliert, so dass wir die Veranstaltung gern unterstützen."

Wunsch des Handwerks: Stärkere Investitionen in die Bildungszentren

In der anschließenden Podiumsdiskussion machte Schröder deutlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens künftig davon abhänge, wie stark es sich an die neuen Entwicklungen angepasst hat. Wunsch des Handwerks sei daher eine stärkere Investition in die Bildungszentren, um den Bedürfnissen der digitalen Arbeitswelt gerecht werden zu können. „Das ist ein sehr wichtiger Baustein, nicht nur mit Blick auf eine zeitgemäße Qualifizierung der Fachkräfte von morgen. Moderne Bildungszentren können dazu beitragen, die Attraktivität der beruflichen Bildung in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und Jugendliche die Modernität des Handwerks vor Augen zu führen.“ Darüber hinaus wären stärkere Investitionen ein wichtiges Signal zur Gleichstellung beruflicher und akademischer Bildung.“

Stefan Kaufmann, Vorsitzender der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der Digitalen Arbeitswelt“ des Deutschen Bundestags, stimmte dem bei. Der Bundestag wolle konkrete politische Handlungsempfehlungen erarbeiten, um die berufliche Bildung im Rahmen der Digitalisierung weiterzuentwickeln. „Als Vorsitzender der Kommission ist es mir ein besonders wichtiges Anliegen, dass die berufliche Bildung insgesamt attraktiver wird und wir mit der Arbeit der Enquete einen Beitrag zur Herstellung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung leisten können.“

NRW Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart betonte, dass die Digitalisierung eine Herausforderung für das Handwerk sei, aber auch eine große Chance. „Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, haben viele Betriebe die Digitalisierung bereits zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle genutzt und beispielsweise Smart-Home-Anwendungen in Haushalte und Unternehmen gebracht.“

HANDWERK DIGITAL - Teilnehmer
Jahr Besucher Aussteller
2019 600 80
2018 320 38
2017 200 30
Quelle: HWK Dortmund, teilweise gerundete Zahlen

Veröffentlicht am 05.07.2019



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