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DIGI.REPORT

Digitale Transformation / Die Rolle der SAP
Anwender fordern einfache und flexible Angebote

Welche Rolle spielt SAP bei der Digitalisierung? Welche die SAP-Partner? Und welche die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG)? Antworten auf die Frage liefert eine aktuelle DSAG-Umfrage.

Damit Digitalisierungsprojekte mit SAP-Lösungen erfolgreich verlaufen, müssen SAP-Strategie und -Roadmaps plan- und belastbar sein. Laut DSAG fühlen sich darüber allerdings lediglich ein Viertel der DSAG-Mitglieder von SAP gut informiert. 45 Prozent vertrauen der Produktstrategie teilweise, wogegen 30 Prozent der Anwender dieses Vertrauen in Frage stellen. Hier sei SAP aufgerufen, ihre Kunden mit vorausschauenden und verlässlichen Informationen zu versorgen.

Was das SAP-Lösungsportfolio betrifft, gibt es laut DSAG ebenfalls konkrete Aufgaben, die von SAP besser gelöst werden müssen, um Digitalisierungsprojekte zu vereinfachen. Dabei gehe es vor um die Themen Integration, Stammdaten, Funktionalität und die Skalierbarkeit von Lösungen und Lizenzmodellen. Da Unternehmen verstärkt auf hybride Landschaften in der Digitalisierung setzen, sei SAP gefordert, deren Auf- und Ausbau sowie ihren Betrieb inklusive Lizenzmodellen so einfach, attraktiv und flexibel wie möglich zu gestalten. „Ansonsten geraten Projekte weiter ins Stocken“, mahnt der DSAG-Vorsitzende Marco Lenck. An einigen Punkten, beispielsweise der Harmonisierung der Stammdaten, arbeite SAP bereits. Das Tempo müsse aber mit den Anforderungen in den Unternehmen mithalten. 

Einschätzung der SAP-Produkte für Digitalisierungsvorhaben

In ihrer Umfrage ermittelte die DSAG weiterhin den Standpunkt der Befragten zum Einsatz von S/4HANA im Vergleich zur Business Suite. Das Ergebnis: Bei den Mitgliedsunternehmen liegt der Fokus zunehmend auf S/4HANA als Grundlage für die digitale Transformation. In den kommenden drei Jahren seien in vielen Unternehmen Umstellungsprojekte geplant. Abgeschlossene S/4HANA-Projekte könnten aktuell nach wie vor nur wenige Unternehmen verkünden. Das Interesse sei jedoch groß.

Bei den Lösungen von SAP zur Digitalisierung der Kundenprozesse wie C/4HANA oder Qualtrics sei die Lage differenzierter. Diese Lösungen kommen laut DSAG bei den Mitgliedsunternehmen zwar zum Einsatz, sind gegenüber Wettbewerbern aber eher schwächer vertreten. Für C/4HANA gelte in ganz besonderem Maße, dass SAP die Vorteile von Integration und Harmonisierung liefere, fordert die DSAG.
Gleichzeitig meldet sie einen Verhandlungserfolg mit der SAP. Demnach können Kunden ab 2022 die Lösung für das Personalwesen SAP Human Capital Management (SAP HCM) auch integriert in S/4HANA betreiben. Lange war nicht klar, wie lange SAP die OnPremise-Variante von SAP HCM noch anbieten werde. Dafür gebe es nun eine Wartungszusage bis mindestens 2025, teilte die DSAG mit. SAP-Kunden, die in diesem zeitlichen Umfeld noch nicht in die Cloud wechseln wollen oder können, würden dadurch Planungssicherheit erhalten.

DSAG als Partner gesetzt

Nicht zuletzt aufgrund solcher Erfolge sieht sich die DSAG als strategischer Partner gesetzt. Fast 70 Prozent der Befragten seien zufrieden mit der DSAG, meldet die DSAG über die DSAG. Damit lande die Anwendervereinigung vor den SAP-Partnern (58 Prozent) und weit vor SAP selbst (37 Prozent). „Wir sind der strategische Partner, dem SAP-Kunden bei der digitalen Transformation vertrauen“, kommentiert Lenck das Ergebnis. „Wir geben Orientierung und sorgen für die richtigen Informationen.“


Veröffentlicht am 18.09.2019



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