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Digitale Transformation / Handel
Shoppen im Oligopol

Gleich zwei Studien beleuchten, wie es aktuell um die digitale Transformation im Handel steht. Das Ergebnis: Die Käufer bestellen immer mehr über das Internet, die Anbieter aber hinken diesem Bedarf weit hinterher. Sehr zur Freude von Amazon, Ebay & Co.

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Online-Shopping ist weiter auf dem Vormarsch. Fast jeder vierte Deutsche erledigt mehr als die Hälfte seiner Einkäufe online, vor allem Bücher, DVDs und Videospiele, aber auch Notebooks oder Spielekonsolen. Im Schnitt erfolgen 29 Prozent der Besorgungen und Anschaffungen der Deutschen im Netz. Bei den jüngeren Bundesbürgern unter 40 Jahren sind es 36 Prozent. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank-Studie "Die digitalen Deutschen 2019", für die 3.126 Deutsche befragt wurden.

73 Prozent der Händler halten sich für Nachzügler

Und wie reagiert der Handel auf diese Shopping-Trends? Viel zu verhalten, meint der Branchenverband Bitkom, der die Anbieterseite durch eine Befragung von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern unter die Lupe genommen hat. Demnach halten sich 73 Prozent der deutschen Handelsunternehmen beim Thema Digitalisierung für Nachzügler und nur 23 Prozent für Vorreiter und Gestalter. 65 Prozent der Unternehmen geben an, die Digitalisierung sei generell eine große Herausforderung für sie – und 71 Prozent haben große Probleme, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden.

Gute Voraussetzungen dafür, dass sich die bestehenden Oligopole in der Online-Einkaufswelt weiter verfestigen. Allen voran hat Amazon diese Branche im Griff. Laut Postbank-Studie bestellen  85 Prozent der Online-Shopper zumindest manchmal beim US-Versandhändler, 56 Prozent bei Ebay. Bei den Deutschen unter 40 sind es sogar 92 Prozent, die auf die Dienste von Amazon zurückgreifen. Auch Online-Shops einzelner Marken wie H&M, Esprit oder Apple punkten besonders bei den Jüngeren.


Veröffentlicht am 25.09.2019



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