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DIGI.REPORT

MR Datentechnik / Digital-Dienstleister
Inhabergeführte Erfolgsgeschichte

25 Jahre MR Datentechnik. Ohne die Hilfe von Investoren hat Gründer Gerhard Reinhardt das Nürnberger Unternehmen zu einem der führenden IT-Dienstleister in Deutschland entwickelt. Wie das gelingen konnte, war auf der ersten Hausmesse am 26. September 2019 live zu erleben.

Teamarbeit

Es war in der Mittagspause, als sich Gerhard Reinhardt im VIP-Bereich des Max-Morlock-Stadions zu seinen Gästen gesellte. An runden Stehtischen stärkten sich die Teilnehmer der Hausmesse für den Nachmittag. Plötzlich kippte vor Reinhardt ein Glas, das Wasser tropfte anschließend vom Tisch auf den Boden. Doch Reinhard rief weder eine Bedienung noch ignorierte er das Malheur. Stattdessen holte er eine Serviette an der Theke, kam zurück an Tisch und wischte die Wasserflecken oben und unten weg. Kein Bohei, kein Getue, stattdessen eine starke Geste: Hier legt der Chef selbst Hand an, egal wie groß oder klein die Aufgabe ist – auch wenn er sich dafür bücken muss.

Mit einfacher Idee zum großen Erfolg

Dass er große Aufgaben meistern kann, muss Reinhardt niemandem mehr beweisen. Seine Firma, die MR Datentechnik Vertriebs- und Service GmbH, zählt mit einem Jahresumsatz von mehr als 178 Millionen Euro, der von mehr als 470 Mitarbeitern an sieben Standorten erwirtschaftet wird, zu den größten IT-Dienstleistern in Deutschland. Und das Unternehmen wächst kontinuierlich – die Erlöse um knapp elf Prozent allein im letzten Jahr. Bei der operativen Umsatzrendite agiert er auf Augenhöhe mit den ganz Großen der Branche: Sie lag im Geschäftsjahr 2017 bei rund 2,8 Prozent.

„Im Grunde ist MR Datentechnik aus einer einfachen Idee heraus entstanden“, kommentiert Reinhardt die Entwicklung. „Wir wollten nah am Kunden sein und mit unseren Dienstleistungen und unserem Service unsere Kunden überzeugen – und das haben wir bisher ganz gut hinbekommen.“ Einfacher kann man ein Erfolgsrezept kaum erklären.

In der Rangliste der größten IT-Systemhäuser in Deutschland rangiert sein Unternehmen unter den Top 25. Die zwei Dutzend Firmen, die vor ihm liegen - darunter namhafte Mitbewerber wie T-Systems, Bechtle oder Cancom – weisen zwar teilweise ein Vielfaches des Umsatzes auf. Dafür aber gehören sie mehrheitlich nicht mehr den Gründern, sondern den Aktionären oder anderen Investoren.

Eigene Mittel für alle Investitionen

MR Datentechnik aber gehört Reinhardt ganz allein. Als geschäftsführender Gesellschafter hat er das Unternehmen solo und ohne externe Finanzhilfen zur heutigen Blüte geführt. Alle Investitionen sowie das operative Geschäft werden durchweg aus dem Eigenkapital und liquiden Mitteln finanziert. „Eine Fremdfinanzierung ist zum heutigen Tage grundsätzlich nicht notwendig“, heißt es im Jahresabschluss 2017. „Die von den Kreditinstituten zugesagten Kreditlinien werden lediglich kurzfristig für die Abdeckung von Finanzierungsspitzen sowie für Garantiezusagen bei öffentlichen Auftraggebern langfristig in Anspruch genommen.“

Der Anspruch Reinhardts, das Unternehmen mit einer Mischung aus Bodenständigkeit und Innovation zu führen, schlägt sich in der 25-jährigen Firmenhistorie mehrfach nieder. Viele Dinge, die heute selbstverständlich erscheinen, finden ihre Wurzeln tief in den Anfängen. So geht der Firmenname MR Datentechnik zum einen auf die Initialen der Nachnamen Machhörndl und Reinhardt zurück. Lydia Machhörndl hob das Unternehmen am 1. Oktober 1994 gemeinsam mit Reinhardt aus der Taufe, verließ das Unternehmen aber nach einigen Jahren. Der Namensteil „Datentechnik“ wiederum hat seine Ursprünge in der Tatsache, dass sich das junge Unternehmen zunächst auf die Verlegung von Netzwerkkabeln spezialisierte. Auch wenn dieses Geschäftsfeld längst nicht mehr existiert, schimmert auch hier die Geschichte noch deutlich durch. Hippe Manager hätten ihre Firmen längst in MR Business Services oder MR Technologies umbenannt. Der Franke Reinhardt aber hält bis heute an MR Datentechnik fest. Nur auf den Anhang Vertriebs- und Service GmbH wird in der Kommunikation nach außen inzwischen gerne verzichtet.

Mischung aus Bodenständigkeit undn Innovation

Bodenständigkeit vermittelt auch der Firmensitz im Norden Nürnbergs an der Emmericher Str. 13, in unmittelbarer Nähe der Endstation der U-Bahn-Linie 2. 1994 bezog das Unternehmen hier Teile des Servicezentrums, das HP nicht mehr benötigte. Rund 20 Jahre glich die Zentrale eher einer Werkstatt denn einer Repräsentanz. Erst 2015 wurde sie modernisiert und erweitert. Das Erbe von HP war auf der Jubiläumsfeier unübersehbar. Bernhard Fauser, Chef von HP Deutschland, und seine Vertriebschefin Susanne Kummetz waren die 220 Kilometer aus Böblingen gleich in doppelter Besetzung angereist, um die Eröffnungsrede zu halten.

Tatsächlich vollzog sich der frühere Aufstieg der MR Datentechnik eng an der Seite prominenter Hersteller. Überregionale Bekanntheit erzielte das Unternehmen in den frühen Nuller-Jahren, als es in der Nürnberger Agentur für Arbeit mehrere tausend Drucker und Multifunktionsgeräte installierte und anschließend auch den Service dafür übernahm.

Inzwischen versucht sich der IT-Dienstleister, mehr und mehr vom Produktverkauf zu emanzipieren. Ein Rechenzentrum, das Kunden mit Cloud-Services beliefert, gehört bereits zum Konzern. Zudem wurde jüngst die Strategie „Entwicklung der MR Datentechnik zum IT-Partner unserer Kunden“ veröffentlicht, die sich die konsequente Entwicklung neuer Dienstleistungen rund um die Themen „Managed Service“, „Security“ und „Dokumentenmanagement“ zum Ziele setzt. Das Gleiche gilt für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Erste Erfolge sind bereits erkennbar. Im März 2019 wurde das Unternehmen von den Lesern einer Fachzeitschrift zum „Besten Managed Service Provider Deutschlands“ gekürt.

Emanzipation vom Produktverkauf

Die Hausmesse, die MR Datentechnik anlässlich des Firmenjubiläums erstmals veranstaltete, zeigte, welche Strahlkraft das Unternehmen hat. Eigenen Angaben zufolge nahmen rund 1.300 Gäste aus 1.000 Unternehmen sowie 30 Aussteller teil. Zwei Dutzend Vorträge rankten sich rund um die Themen „Dienstleistung“ und „Digitalisierung“. Es dürfte nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

Später am Abend, als viele Gäste bereits den Heimweg angetreten hatten, kippte die Hausmesse – ganz nach Plan – in eine Firmenfeier. Selbst der Dauerregen, der sich über die Zelte im Außenbereich des Stadions ergoss, konnte die gute Laune nicht trüben. Auch Reinhardt huschte irgendwann unter das Dach des nassen Bierzeltes, wo er im Gedränge der Kollegen verschwand. Es schien, als könne dieser Abend für ihn noch lange so weitergehen. Und nicht nur der.


Veröffentlicht am 08.10.2019



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