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Klimaschutz / Energiesparende Tintenstrahldrucker
„Wir legen die Messlatte recht hoch.“

Der Klimaschutz im Unternehmen fängt mit einer energiesparenden Bürotechnik an. Um Anwendern zu zeigen, wie viel Strom Tintenstrahldrucker im Vergleich zu Laserdruckern verbrauchen, stellt der Hersteller Epson auf seiner Webseite einen Kostenrechner zur Verfügung. Über die Entwicklung und den Erfolg des Angebots sprach SERVICE.REPORT.IT mit Jörn von Ahlen, Marketingchef bei Epson Deutschland.

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SERVICE.REPORT.IT: Herr von Ahlen, Epson bietet unter der Webadresse www.epson.de/verticals/eco-savings einen Strom- und CO2-Rechner an. Wann wurde der Rechner eingerichtet? 

von Ahlen: Epson bietet bereits seit rund zehn Jahren Stromkosten-, CO2- und andere Berechnungstool in der einen oder anderen Form an, sei es als Excel-Tabelle oder auf der Webseite. Der erste Drucker, bei dem eine solche Kalkulation automatisiert wurde, war übrigens der Urahn aller Epson Business-Inkjet-Drucker, der B510. Seitdem ist viel Zeit vergangen und wir haben dieses Angebot um eine Vielzahl anderer Berechnungen erweitert und diese selbst noch verfeinert. So steht als Nächstes ein Rechner auf dem Programm, der eine belastbare Abschätzung des durch den Betrieb einer Druckinfrastruktur anfallenden Abfalls auswirft. 

SERVICE.REPORT.IT: Welche Erwartungen hatten Sie zu Beginn? 

von Ahlen: Handel und Unternehmen besaßen gerade zu Beginn des Wechsels von Laser zu Tinte ein nur geringes Bewusstsein für das massive Sparpotenzial, das sich mit Inkjets realisieren ließe. Dieser Rechner oder eigentlich Simulator von Drucksystemen in Unternehmen führt jedem klar vor Augen, welche Möglichkeiten es gibt, die durch eine ungünstig ausgewählte Infrastruktur entstehenden Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig etablieren Firmen mit Tinte eine erheblich umweltfreundlichere Lösung und das alles, ohne Kompromisse bei der Leistung eingehen zu müssen. 

SERVICE.REPORT.IT: Wie reagieren die Nutzer auf die Ergebnisse, die der Rechner liefert? 

von Ahlen: Der Kostenkalkulator ist für viele Händler und Unternehmenskunden ein entscheidendes Argument für den Wechsel hin zu Tinte. Diese Seite wird deshalb intensiv und regelmäßig genutzt. Dem Handel dient sie dabei als starkes Vertriebswerkzeug, weil nicht zuletzt bei Ausschreibungen Umweltziele eine immer größere Rolle spielen und Unternehmen klare Berechnungsgrundlagen fordern. Firmen selbst nehmen die Resultate gerne als Berechnung mit in ihr internes Reporting auf, da sie mit ihnen Erfolge bei der Erfüllung eigener CSR-Ziele belegen.

SERVICE.REPORT.IT: Sie vergleichen Epson-Tintenstrahldrucker mit Konkurrenz-Produkten, allerdings ausschließlich mit Laserdruckern. Warum? Scheuen Sie den Vergleich mit anderen Tintenstrahldruckern?

Von Ahlen: Das ist so nicht richtig, denn wir bieten dieses Tool ja gerade deshalb an, weil wir uns nicht vor einem Vergleich scheuen. Die Wahl fällt bislang ausschließlich auf Laser, da diese bis zuletzt die dominierende Druckertechnologie war und weil selbst heute noch bei manchen Händlern und Unternehmen Unklarheit herrscht, wie energiehungrig und teuer Lasertechnologie eigentlich ist. Weil sich der Markt aber geändert hat und Tinte mittlerweile mehr als eine ernst zu nehmende Alternative zu Laser ist, arbeiten wir aktuell daran, Tintensysteme anderer Hersteller mit in das Tool aufzunehmen. 

SERVICE.REPORT.IT: Die aktuelle Umfrage eines Mitbewerbers hat ergeben, dass die Mehrheit der Büroangestellten in Deutschland und Österreich ihren Arbeitgebern bei der Umsetzung von umweltfreundlichen Office-Prozessen eher mäßige Noten gibt. Demnach bewertet jeder dritte Befragte die Leistung seines Unternehmens in diesem Bereich mit der Schulnote befriedigend oder schlechter. Teilen Sie diese Einschätzung aus eigener Erfahrung?

von Ahlen: Zu der Umfrage können wir uns nicht äußern. Aber wir stimmen insofern zu, dass es hinsichtlich des Wechsels von Laser zu umweltfreundlicher Tintentechnologie noch großes Potenzial gibt.

SERVICE.REPORT.IT:  Welche Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um das zu ändern?

von Ahlen: Der Rechner ist nur eine der Maßnahmen, die wir zur Kommunikation der Vorteile von Tinte nutzen und dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Viele unserer Aktivitäten greifen hier passgenau ineinander, weil die Seiko Epson Corporation nachhaltiges Wirtschaften zu einem seiner zentralen Anliegen gemacht hat. In Europa werden wir ab April 2020 alle Epson Gebäude mit Strom aus regenerativen Quellen versorgen, es gibt kein Einwegplastik mehr, unsere Fahrzeugflotte wird um Hybrid- und Elektroautos ergänzt und unsere geflogenen Kilometer werden deutliche gesenkt. Damit legen wir die Messlatte schon recht hoch, und wir laden alle Firmen ein, uns durch die Umstellung auf Tintendruck als ersten Schritt auf diesem Weg zu folgen.

SERVICE.REPORT.IT: Herr von Ahlen, wir danken für das Gespräch.


Veröffentlicht am 06.11.2019



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