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Digitale Transformation / Mangelwirtschaft
Fachkräftemangel bremst Investitionen aus

Die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen in Digitalisierungs-Projekte sinkt. Die Gründe dafür nennt eine aktuelle Studie.

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Hatten 2018 noch 40 Prozent der Unternehmen mehr als fünf Prozent des Jahresumsatzes in Digitalisierungsprojekte investiert, sind es 2019 nur noch 17 Prozent. Zudem setzt der Fachkräftemängel die Betriebe zunehmend unter Druck. 60 Prozent der Betriebe können aufgrund fehlenden Personals Kundenanforderungen nicht mehr vollständig erfüllen.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Digitalisierung und Fachkräftemangel“ des Marktforschungsinstitutes Expense Reduction Analysts, dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) und der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Insgesamt nahmen 208 Unternehmen an der Umfrage teil.

Fehlende Prioritäten im Mittelstand

„Wir sehen, dass die Investitionsquote gegenüber den Vorjahren rückläufig ist“, sagt Matthias Droste, geschäftsführender Gesellschafter der Expense Reduction Analysts (DACH) GmbH. Dies liege laut Droste vor allem an dem unsicheren ökonomischen Umfeld. Zudem wüssten gerade viele Mittelständler nicht, wo sie beim Thema Digitalisierung Prioritäten setzten sollten. Droste: „Hier hilft  auch der Blick von außen.“

Laut Studie zeigen digitale Gesellschaften im Durchschnitt eine höhere Unternehmensperformance als andere. Die Unternehmensperformance steige ab einem Invest von fünf Prozent des Jahresumsatzes in Digitalisierungsprojekte exponentiell an. Betriebe über fünf Prozent Investitionssumme haben laut Studienautoren eine Steigerungsrate der Unternehmensperformance um 26 Prozent, Firmen mit weniger als fünf Prozent Invest kommen nur auf neun Prozent. 

Digital-Investitionen in  Personal, Produktion und Warenwirtschaft zeigen großen Wirkungsgrad

Dass die Digitalisierung administrativer und operativer Prozesse in den kommenden Jahren ein Wettbewerbsfaktor wird, sei den Unternehmenslenkern bewusst. „Gleichzeitig haben Digitalisierungsinvestitionen in Bereichen wie Personal, Produktion und Warenwirtschaft einen großen Wirkungsgrad und bringen nachhaltige Kostenvorteile“, so Droste.

Größtes Hindernis bei der Digitalisierung sei der Ressourcenmangel. Hybride Teams aus internen und externen Spezialisten sind am besten geeignet, den Ressourcenmangel aus fehlender Zeit, Personal und Know-how zu überwinden. Unternehmen, die darauf setzen, haben laut der vorliegenden Studie den höchsten Digitalisierungsgrad.

Fachkräftemangel treibt Betriebe ins Ausland

Weiterhin stelle der Fachkräftemangel Unternehmen vor große Herausforderungen. 85 Prozent der befragten Unternehmen erwarten merkbare Auswirkungen durch den Fachkräftemangel. Besonders betroffen ist der Mittelstand. Aufgrund des Fachkräftemangels prüfen 64 Prozent der Unternehmen, Teile der Leistungserstellung ins Ausland zu verlegen. Zudem berichten 80 Prozent der Umfrageteilnehmer von einer deutlichen Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft.


Veröffentlicht am 06.11.2019